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Abseits des Tees Allgemein Gyokuro Nachricht aus dem Büro

Versand und neuer Bio-Gyokuro

Ein fröhliches Hallo!

Wie Du sicher bemerkt hast, hat es jetzt länger keinen neuen Beitrag von mir gegeben. Der letzte Beitrag war vom 3. August des letzten Jahres — es ging damals um den Tennen Gyokuro von Shutaro Hayashi — heute geht es um einen weiteren Gyokuro, den neuen Gyokuro von Shimodozono.

Außerdem geht es noch um den Versand in der aktuellen Situation. Corona-Philosophie gibt’s hier jedoch keine, noch mehr Hintergrundrauschen muss nicht sein.

Wenn Du in den letzten Tagen und Wochen etwas beim Teehandel Kolodziej bestellt hast, hast Du entweder gar keine Veränderung bemerkt oder nur eine leichte Verzögerung bei der Bearbeitungszeit vom Bestelleingang bis zum Versand der Ware, bzw. auf dem Paketweg selbst.

Die gelegentlichen Verzögerungen kommen aus unterschiedlichen Gründen zustande. Einmal ist es so, dass manchmal selbst frühmorgendliche Nachtarbeit meinerseits nicht reicht, um alle Pakete des Vortages rechtzeitig zur Abholung fertig zu haben. DHL hat hier vor Ort die Abholzeiten aus bekannten Gründen geändert. So findet die Abholung teilweise sehr früh statt, was bedeutetet, dass die bis dahin nicht fertig gepackten Pakete erst am nächsten Tag rausgehen. Gelegentlich schafft es das eine oder andere Pakete nicht rechtzeitig aus dem regionalen Paketzentrum weiterzureisen. Das Paketaufkommen, dass zum Beispiel DHL in den letzten Tagen zu transportieren hat, ist eben etwas höher, als sonst zu dieser Jahreszeit üblich.

Aber das sind wirklich alles ganz minimale Verzögerungen. Die UPS und DHL-Mitarbeiter zeigen vollen Einsatz (wie immer), hier vor Ort und in der Zustellung bei Dir, sowie auf all den Stationen dazwischen. Und wie gesagt, es handelt sich dabei um Verzögerung von einem Tag, sehr selten zwei Tagen. Der ganz große Teil aller Pakete kommt jedoch wie gewohnt superschnell ans Ziel. Also, ich bin sehr zufrieden und so wie ich es jetzt schon vielfach von Euch gehört habe, seid Ihr es auch.

Auch die Anlieferung der Waren und des Verpackungsmaterials klappt hier supergut und deshalb möchte ich nicht nur die Fahrer von DHL und UPS besonders erwähnen (mit denen der Tee versendet wird, aber durch die auch Waren angeliefert werden), sondern auch unseren örtlichen Zusteller von GLS. Diese und weitere Logistiker sorgen mit Ihren zuverlässigen Anlieferungen dafür, dass Du Deinen Tee wie gewohnt, trotz der derzeitigen Umstände, ganz schnell in Deiner Teeschale hast.

Wir freuen uns natürlich alle darauf, dass es schon bald wieder ganz ohne jegliche Verzögerungen durch die derzeitige Situation laufen wird.

Update: Stand 18.04.2020. Nun gibt es doch vereinzelte Zustellverzögerungen. Die absolut meisten Pakete sind wie gewohnt nach einem, spätestens zwei Tagen bei Euch gewesen. Aber es gibt Ausreißer, wenn auch sehr wenige: Manche Pakete brauchen drei oder vier Tage. Die wenigen verzögerten Pakete stammen meistens aus Auslieferungen vom Dienstag und Mittwoch nach Ostern, einige vom Mittwoch oder Donnerstag vor Karfreitag. Viele davon wurden bereits am gestrigen Freitag zugestellt, oder sind, bzw. waren am heutigen Samstag in der Zustellung. Sehr erfreulich ist nun aber, dass die allermeisten Paket, die am gestrigen Freitag von mir ausgeliefert wurden, ebenfalls bereit am heutigen Samstag zugestellt werden, bzw. schon zugestellt sind!

Update: Stand 24.04.2020: Die Zustellung per DHL läuft mittlerweile wieder erfreulich reibungslos!

KEIKO Gyokuro Kiwami

Nun aber zum ersten Gyokuro von Shimodozono, bzw. KEIKO-Bio-Gyokuro. Beim KEIKO-Tee handelt es sich ja bekannterweise meistens um Kabusecha. Die Teesträucher werden für einen bestimmte Zeit, oft ein bis zwei Wochen, vor der Ernte beschattet.

Beim Gyokuro dauert die Beschattung länger. Mit dem neuen Kiwami-Gyokuro bringt Shimodozono nun den ersten KEIKO-Bio-Gyokuro. Es ist ein edler Gyokuro aus dem Hochland von Kagoshima auf der südwestlichen Insel Kyushu. Ein speziell hergestellter organischer Dünger versorgt die Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen. Gerade beim Anbau von Bio-Gyokuro ist ein aufwendiges natürliches Düngemanagement nötig. Die Teepflanzen werden einige Wochen vor der Ernte mit Netzen stark beschattet. Die Beschattung der Teesträucher erfolgt in einem optimierten mehrstufigen Verfahren. Die Teesträucher werden nur einmal im Jahr beerntet, so dass sich die Teesträucher von der starken Beschattung bis zur Ernte im nächsten Jahr besonders gut erholen können.

Die Blätter werden bei der Verarbeitung nur kurz gedämpft (Asamushi). So entstehen kleine, dunkelgrüne, nadelförmige Teeblätter. Durch die Art der Dämpfung entsteht ein frisch-grüner Geschmack und eine intensive grüne Tassenfarbe.

Bereitest Du den Tee nach der klassischen Gyokuro-Zubereitungsmethode zu, erhältst Du ein besonders dichtes, vollmundiges Aroma mit einer für edlen Gyokuro typischen, ausgeprägten edlen Süße. Abweichend von der klassischen Gyokuro-Zubereitung, mit einer hohen Dosierung der Teeblätter, sorgt auch eine leichtere Variante für einen frisch-fruchtig-spritzigen Grüntee — eine tolle Geschmackserfahrung.

Hier kannst Du den Kiwami-Bio-Gyokuro bestellen:

So, dass war’s für heute. Lass es Dir gutgehen!
Stefan

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Shincha Tee

KEIKO Aracha Shincha Yume 2018

KEIKO Aracha Shincha Yume Kaori 2018
KEIKO Aracha Shincha Yume Kaori, 2018

Ein weiterer KEIKO Shincha: Aracha Shincha Yume 2018. Gestern hatte ich schon den Aracha Shincha 2018 vorgestellt, dessen Blätter von den Teepflanzenvarietäten Yutaka Midori und Asanoka stammen.  Heute folgt der Aracha Shincha Yume, dieser stammt von der Teepflanzenvarietät Yume Kaori „Traumduft“.

Was die Herstellung des Tees betrifft, so wurden die Teeblätter des Aracha Shincha Yume wie die Blätter des KEIKO Aracha Shincha vor der Ernte beschattet, bei der Verarbeitung tiefbedampft (es handelt sich also um einen Fukamushicha) und dann einer Sortierung unterzogen, bei der die groben Stengelteilchen heraussortiert wurden. Die so entstandenen KEIKO-Aracha-Shincha-Sorten entwickeln ein starkes Aroma am Gaumen, eine dichte Geschmacksfülle im Mund. Der Extraktreichtum und die grüne Farbe des Teeaufgusses zeichnen die Tees aus. Der Aracha Yume hat darüberhinaus eine feinblumige Note. Im Vordergrund steht bei beiden Aracha Sorten von KEIKO aber ganz klar der große Extraktreichtum, die dichte geschmackliche Aromafülle.

Solltest Du den KEIKO Aracha Shincha Yume 2018 probieren wollen (bestimmt!), dann kannst Du ihn in unserem Online-Shop bestellen. Ganz wichtig: verfügbar sind alle Shincha-Sorten nur solange der Vorrat reicht.

Was gibt es sonst noch so zu sagen? Aracha Shincha wurde nicht final erhitzt, das heißt er hat bestimmte Duftaromen noch nicht entwickelt, er zeichnet sich eher durch seine geschmacklichen Vorzüge aus. Er ist nicht lange haltbar, jedenfalls nicht, wenn man alle geschmacklichen Vorzüge genießen will. Deshalb tragen alle Aracha Shincha ein kurzes Haltbarkeitsdatum. Sie sollten spätestens bis Ende Oktober verbraucht sein. Je früher desto besser. Geöffnete Packungen sollten innerhalb weniger Tage aufgebraucht werden.

Die Zubereitung: 70 bis 75 °C heißes Wasser ist optimal. Die Ziehzeit sollte etwa 60 Sekunden betragen. Weitere Aufgüsse sind natürlich möglich. Die Ziehzeit für den zweiten und den dritten Aufguss sollte etwa jeweils 15 Sekunden betragen. Ist ein Kaltaufguss möglich? Aber klar! Einfach die Teeblätter mit kaltem Wasser (evtl. mit einem guten Mineralwasser aus der Flasche, z. B. Lauretana oder Plose) übergießen und etwa 6 Minuten ziehen lassen.

Ein Detail am Rande: Vielleicht hast Du es bemerkt, der Text des Haiku (Wikipedia: Haiku) auf dem Label der Packung enthält einen kleinen Schreibfehler. Richtig heißt es: „Der Freude Flügel geben — sich neu erinnern“. Nur wenige Packungen tragen das Label mit dem Schreibfehler „Flüge“ statt „Flügel“. Wer eine solche Packung hat, darf sich also im Besitz eines ganz besonderen Sammlerstücks wähnen…

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Shincha Tee

KEIKO Aracha Shincha 2018

KEIKO Aracha Shincha 2018
KEIKO Aracha Shincha 2018

Wie ich schon im Artikel über den frischen KEIKO Shincha 2018 kurz erwähnt hatte, gibt es dieses Jahr noch zwei weitere Sorten. Nämlich den KEIKO Aracha Shincha und den KEIKO Aracha Shincha Yume.

Es gibt ein interessantes Merkmal, dass den Aracha Shincha von KEIKO vom sonst üblichen Aracha unterscheidet. Da Aracha ein Rohtee ist, enthält dieser üblicherweise noch viele Stengelteilchen, welche dann während der späteren Verarbeitung zum finalen Tee mehr oder weniger stark aussortiert würden. Beim KEIKO Aracha Shincha fehlt zwar die finale Erhitzung, die Stengelteilchen wurden hier aber, ungewöhnlich für Aracha, bereits weitgehend entfernt.

Die Teeblätter — geerntet wurden die beiden Pflanzenvarietäten Yutaka Midori und Asanoka — des KEIKO Aracha Shincha 2018 wurden tiefbedampft. Die tiefe Bedampfung — ein solcher Tee wird als Fukamushicha bezeichnet — führt zu einem hohen Extraktreichtum. Dieser Aracha hat eine feine Süße und frische gemüsig-grüne Noten. Ein toller Tee.

So ist der KEIKO Aracha Shincha 2018 nicht nur ein „weiterer“ Aracha, sondern eben auch etwas Besonderes.

Neben dem Aracha-Shincha gibt es auch noch den ebenfalls frischen Aracha Shincha Yume 2018 (aus der Teefplanzenvarietät Yume Kaori). Es gibt also dieses Jahr insgesamt von KEIKO fünf tolle Shincha-Sorten zu entdecken!

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Shincha Tee

KEIKO Shincha 2018

Der frische KEIKO Shincha 2018
Der frische KEIKO Shincha 2018, Shimodozono

Der frische KEIKO-Shincha 2018 ist eingetroffen. Nach einer unerwarteten Verzögerung bei der Verzollung ist der Tee nun endlich da. Du darfst Dich wie jedes Jahr wieder auf ganz besonders frische, hocharomatische Tees freuen!

KEIKO Shincha Yume 2018 (von der Pflanzenvarietät Yume Kaori)
KEIKO Shincha Classic 2018 (Pflanzenvarietäten Yutaka Midori und Asanoka)
KEIKO Shincha Yakushima 2018 (wie der Name schon vermuten läßt: von der Insel Yakushima. Pflanzenvarietät  Yabukita)

Darüberhinaus gibt es dieses Jahr zwei Aracha Tees von Keiko. Den Shincha Classic gibt es auch dieses Jahr wieder in 200 g Packungen.

UPDATE: Solltest Du schon länger auf die Auslieferung des diesjährigen KEIKO-Shincha warten, so können wir Dir mitteilen, dass wir den KEIKO Shincha 2018 ab Dienstag den 12.06.2018 ausliefern werden!

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Shincha Tee

Shincha 2018 von Watanabe und von Morimoto

Morimoto und Watanabe Shincha 2018

Der Kirishima Aracha Shincha von Shutaro Hayashi und der Aracha Shincha von Kadota waren die ersten beiden frischen Tees des Jahres, die bei uns eintrafen. Der Aracha Kadota Shincha war nur in extrem geringer Menge bei uns verfügbar, so dass dieser schnell ausverkauft war.

Mittlerweile sind weitere Shincha-Sorten eingetroffen. Darunter auch zwei Klassiker in unserem Sortiment: der Morimoto Shincha und der Watanabe Yakushima Shincha.

Beide Tees sind auch dieses Jahr wieder wunderbar gelungen! Frühlingsfrisch und hocharomatisch! Ein Genuss!

Der aus den Blättern der Teestrauchvarietäten Yutaka Midori, Yabukita und Saki Midori komponierte Morimoto Shincha 2018 ist angenehm weich, süßlich mit leichtem Umami und heller Frische. Für diesen Tee wurde die Yutaka Midori zwei Wochen vor der Ernte beschattet. Die Yabukita wurde ebenfalls beschattet und gibt dem Tee Süße und eine schöne Farbe. Shigeru Morimoto hat die Blätter der Yakubita dieses Jahr etwas stärker gedämpft, um den Charakter des Tees noch besser herauszuarbeiten.

Die Teesträucher für den Watanabe Yakushima Kabuse Shincha 2018 von Familie Watanabe wurden ebenfalls beschattet und stammen von den Teestrauchvarietäten Kuritasawe, Sae Midori und Asatsuyu . Die Teefelder liegen auf der Insel Yakushima, welche zur Präfektur Kagoshima gehört. Auch dieses Jahr überzeugt der Yakushima Shincha mit seiner stark ausgeprägten Süße, seiner schönen leuchtend grünen Tassenfarbe und einem angenehmen Umami.

Es sind also wieder zwei ganz tolle Tees, die Du unbedingt probieren solltest!

Geschrieben bei einer Tasse frischem Morimoto Shincha 2018.